Materia Medica Projekt Daten 2019:

Samstag, 26. Januar 2019, 9:00 – 17:00 Uhr, Nux vomica

Samstag, 23. März 2019, 9:00 – 17:00 Uhr, Veratrum album

Samstag, 25. Mai 2019, 9:00 – 17:00 Uhr, Kalium bichromicum

Samstag, 07. September 2019, 9:00 – 17:00 Uhr, Coffea

Samstag, 02. November 2019, 9:00 – 17:00 Uhr, Calcium fluoricum 

 

Materia Medica Projekt Daten 2020:

Samstag, 25. Januar 2020, 9:00 – 17:00 Uhr, Arsenicum album

Samstag, 18. April 2020, 9:00 – 17:00 Uhr, Bovista

Samstag, 06. Juni 2020, 9:00 – 17:00 Uhr, Lobelia

Samstag, 05. September 2020, 9:00 – 17:00 Uhr, Spongia

Samstag, 07. November 2020, 9:00 – 17:00 Uhr, Antimonium tartaricum

 

Die Materia Medica Projekttage können einzeln besucht werden.

 

Im Vormittagsprogramm stehen die Arzneien:

Hier werden die fundamentalen Werkzeuge der homöopathischen Praxis – unsere Arzneien – in all ihren Facetten und Schattierungen kennengelernt. Ausgehend vom „Codex der Natur“ werden detailgenaue Symptomschilderungen früherer Arzneiprüfer, toxikologische Berichte und umfangreiche Erfahrungen der Praktiker als alleinige Grundlage für das Materia Medica Studium begriffen.

Es soll der Spagat gewagt werden zwischen Achtsamkeit bezüglich der Details des Ausdrucks und dem Überblick, die Dinge in adäquater Proportion und Gesamtheit zu sehen. Die Materia Medica in ihrer unendlichen Vielfalt soll begreifbar werden – das Boger´sche Synoptic Key in seiner unglaublichen Kleinheit soll zum Leben erweckt werden. Hier wollen wir den Ariadnefäden der spezifischen Phänomene einer Arznei folgen, um sowohl einen Begriff der Heilmittelwirkung im einzelnen, als auch eine Orientierung in der Perspektive zu erfahren.

Die mit Abstand fundierteste Zusammenstellung hierzu findet sich in Armin Seideneder´s Heilmittelarchiv. Wo möglich, werden nun verschiedene Aspekte der Arzneien mit ähnlichen Zeichen in Verbindung gesetzt, so daß die charakteristischen Züge mehr und mehr durchschimmern und schließlich verdichtet werden auf eine Übersicht, wie sie nirgends besser als in C.M. Bogers Synoptic Key gefunden werden kann.

Ein detailliertes, wertvolles Skript wird im Vorfeld nach Einzahlung der Kursgebühr elektronisch versandt.

Wir empfehlen die Mitnahme des Synoptic Key, wenn vorhanden.

 

Neu im Nachmittagsprogramm 2019:  Homöopathie berührt!

Ist es nicht befremdlich, in welcher Weise Homöopathie üblicherweise thematisiert wird? Haben wir uns nicht schon längst an Schlagzeilen gewöhnt, in denen Homöopathie aufs Gröbste verhöhnt oder als fragwürdiges Wundermittel gepriesen wird? Ist es nicht so, dass nüchterne Diskussionen hierüber kaum vorstellbar sind – statt dessen erbitterte Glaubens- kämpfe ausgetragen werden? Warum bloß? Was ist es, woran die Homöopathie rührt, was sie berührt?

Liegt es daran, dass sie – oberflächlich betrachtet – mit den Gesetzen unserer Naturwissenschaft nicht vereinbar scheint? Oder genauer gesagt, dass unser Weltbild, unsere Vorstellung von Wirklichkeit und Einbildung, die Homöopathie auf Letzteres verbannen muss? Die Homöopathie scheint einen wunden Punkt zu berühren – und dieser kann in der Geschichte der menschlichen Erkenntnis-Suche verortet werden. Denn Homöopathie agiert in einem Grenzbereich zwischen verschiedenen Denk-Traditionen, wirft drängende Fragen auf. Und sie zwingt uns, die Erkenntnisse moderner Wissenschafts-Strömungen genauer zu betrachten, ihre Relevanz für die Homöopathie auszuloten. Und bei einem konsequenten Durchdringen naturwissenschaftlicher Errungenschaften werden wir gezwungen, diese ernster zu nehmen, als uns oft lieb ist.

Homöopathie scheint Grenzen zu berühren. Berührung verändert und bringt Neues hervor, lässt die Dinge in anderem Licht erscheinen. Vielleicht hat dieser Gedanke für manche etwas Absurdes oder etwas Bedrohliches, aber vielleicht fühlt sich nach einer Berührung alles viel lebendiger, viel „wirklicher“ an.

Text von Norbert Winter zu Naturwissenschaft und Homöopathie

Alle Vorträge resp. Materia Medica Projekttage können einzeln besucht werden.

Der Eintritt ist auch für Publikum offen ohne Besuch der Materia Medica Vorlesung.

Kosten nur Nachmittag: CHF 50.- oder CHF 25.- für Studentinnen/AHV-Rentnerinnen.

Die Anmeldung erfolgt via Kontaktformular oder Telefon: 078 822 21 23

 

Samstag 26.01.2019:

Quantenphysik – und das innere Erleben der Physiker

Die erstaunlichen und verstörenden Ergebnisse der modernen Physik – und die innere Welt derer, die sie entdeckten und die Brüche der Weltsicht in ihr eigenes Leben integrieren mussten.

 

Samstag 23.03.2019:

Dialoge an den Grenzen des Denkbaren

Der atemberaubende Dialog zwischen dem Physiker Wolfgang Pauli und dem Psychologen C.G. Jung zog weite Kreise hinein in die gesamte Geisteswelt der 1940er und -50er Jahre und spiegelte sich in manchen ähnlichen Diskussionen. Und führte zu unabsehbaren und uneingelösten Konsequenzen bis in die heutige Zeit.

 

Samstag 25.05.2019:

Sakrileg – oder die Geschichte der Wissenschaft

Unser heutiges wissenschaftliches Weltbild entstand in der Renaissance, baute auf unsicherem Grund, führte die Entwicklung immer weiter – und erreichte schließlich wieder den Ausgangsort, von dem es aufbrach: Die spannende Geschichte der Naturwissenschaft.

 

Samstag 07.09.2019:

Karen Barad – und der Zaubergarten der Quantenfeldtheorie

Mit verblüffender Konsequenz gelingt der Quantenphysikerin und Philosophin Karen Barad die Über- tragung exakter wissenschaftlicher Erkenntnisse in unsere Lebenswirklichkeit. Ein Ausflug in eines der vertracktesten Gebiete der modernen Physik lässt uns staunen über die Lebendigkeit der Welt.

 

Samstag 02.11.2019:

Die Klavierstunde

Eine Phantasiereise, erzählt und gelebt von einem brilllianten Physiker – Wolfgang Pauli. Eine Reise in un- bewusste Welten und ein Ausflug in die abendländische Wissenschafts- und Kulturgeschichte. In eine Welt, in der Natur- und Geisteswissenschaft einander berühren und wie die weissen und schwarzen Tasten des Klaviers eine gemeinsame Melodie erklingen lassen.

 

Samstag 25.01.2020:

Die Sphinx der Homöopathie

Die Gültigkeitsbereiche der traditionellen Wissen- schaften enden dort, wo die Homöopathie ihre Heimat hat. Dieses traditionelle Denken ist im Rahmen der modernen Physik überwunden. Was sind nun die Konsequenzen einer Neubesinnung der Wissenschaft für die Homöopathie?

 

Cyrus Maxwell Boger – und die Sprache der Krankheit

Das Semiotikprogramm wird ab 2019 in die Materia Medica Vorlesungen einfliessen und mittels exemplarischer Fälle erklärt.

Die Medizin zur Zeit Bogers stand im Spannungsfeld zwischen Säftelehre, Vitalismus und Zellularpathologie, zwischen Semiotik und Diagnostik, zwischen Heilkunst und dem wachsenden Vertrauen in Apparate. Die moderne Keimtheorie führte zur Neudefinition von Krankheiten und therapeutischen Ansätzen. Hygienische Maßnahmen und verbesserte Lebensbedingungen brachten manche Krankeiten zum Verschwinden – und öffneten Raum für neue. Es war eine Zeit des Aufbruchs, der Begeisterung über neue Theorien, pharmakologische und chirurgische Verheissungen.

Umso schwieriger wurde es, den reinen, durch keine Theorien gefärbten Ausdruck der Krankheit wahrzunehmen, die Sprache der Zeichen und Symptome, der Dynamik von Krankheit und Heilung  – erfasst mit allen Sinnen.

Ziel dieses Seminares ist es nun, Bogers Ringen um die Wahrnehmung dieser ursprünglichen Sprache nachzuvollziehen, gespiegelt in seinem Krankheitsverständnis, in therapeutischen Strategien, in der Anwendung der Repertoriumsrubriken, in seinem Verständnis der Materia medica und bei der Einschätzung von Arzneidosierungen und Heilungsverläufen. Kasuistiken Bogers sowie eigene Fälle begleiten eine Reise quer durch Bogers Synoptic Key, lassen manche Rubriken klarer werden oder in völlig neuem Licht erscheinen und schärfen dieses Werkzeug für die Anforderungen der heutigen Praxis.

Hilfreich – aber nicht zwingend notwendig – wären Grundkenntnisse bzgl Bogers Synoptic Key. Bitte das SK (in der Übersetzung von J. Ahlbrecht) oder im englischsprachigen Original mitbringen.

 

Materia Medica Projekt Daten 2018:

Samstag, 27. Januar 2018, 9:00 – 17:00 Uhr, Tarentula

Samstag, 7. April 2018, 9:00 – 17:00 Uhr, China officinalis

Samstag, 16. Juni 2018, 9:00 – 17:00 Uhr, Gujacum und Kalium muriaticum

Samstag, 1. September 2018, 9:00 – 17:00 Uhr, Secale cornutum

Samstag, 3. November 2018, 9:00 – 17:00 Uhr, Helleborus

 

Themen die 2018 im Nachmittagsprogramm waren:

  • 27.01. :  Semiotische Betrachtung von Gemütssymptomen / Augen
  • 07.04. :  Semiotische Betrachtung zur Haut I
  • 16.06. :  Methodenvielfalt
  • 01.09. :  Semiotische Betrachtung zur Haut II
  • 03.11. :  Semiotische Betrachtung zur Haut III

ausserdem:

  • Dialekte der Krankheit
  • Zeichen aus den Anlagen
  • Fieber-Zeichen

Weitere Themen folgen. Wir können uns freuen über diese äusserst praxisbezogenen und spannenden Nachmittagsprogramme!

Weiterführendes zur Semiotik: PDF lesen

 

Es werden 7 Stunden Weiterbildungsnachweis für diese Kurstage ausgestellt.

Kursort

Taiji Mittendrin, Konradstrasse 3, 8400 Winterthur

Eingang im Hinterhof

Anmeldung

Für die Anmeldung benutzen Sie bitte das Kontaktformular

Der Kurs wird ab 8 TeilnehmerInnen durchgeführt, Stichtag ist 14 Tage vor Veranstaltung. Bitte das Kursgeld erst nach definitiver Bestätigung der Durchführung einzahlen.

Kosten

200.- CHF pro Tag (180.- für HVS – Mitglieder),

inklusive umfassendes Skript, Pausengetränke, Snacks

 

Es besteht die Möglichkeit Tibetische Momos mit Salat

für die Mittagspause zu bestellen für CHF 20.-  .

Bitte bei der Anmeldung mitteilen.

 

zahlbar auf:  Bank Linth, Konto Homöopathie Mittendrin 5495.3122.2003

IBAN CH39 0873 1549 5312 2200 3

 

Referent

Norbert Winter

Dr. rer. nat. Norbert Winter, geb. 1960, studierte und arbeitete zunächst als Elementarteilchenphysiker.

Nach dem Zivildienst im Gesundheitsbereich begann er seine Homöopathieausbildung, legte die Heilpraktikerprüfung ab und praktiziert seit 1991 als klassischer Homöopath.

1997 gründete er eine Homöopathieschule in Karlsruhe.

Seit 1999 widmet er sich dem vertiefenden Studium der Arbeiten des amerikanischen Homöopathen C.M. Boger (1861-1935). Er erarbeitete und publizierte Wege, um die Bogersche Denkweise in die heutige Zeit zu übertragen.

In den letzten Jahren steht die Umsetzung in der täglichen Praxis im Vordergrund.