Materia Medica Projekt Winterthur Mai 2017

Datum

20. Mai 2017

Zeit

9:00 – 17:00 Uhr

Inhalt

1. Teil Aconitum napellus

Abends um 20:30 Uhr aß der 35jährige Arbeiter lymphatischen Temperaments und sehr starker Konstitution, eilig seine Suppe und trank versehentlich 40 g alkoholisierte Acon.-Tinktur; sofort durch ein Gefühl von Wärme und Zusammenziehung im Hals des Irrtums innewerdend, nahm er 50 g Ant-t. in vielem Wasser – fast ohne Wirkung; äußerste Unruhe, die ihn an keiner Stelle ruhen läßt, und stete Klage über Brennen im Hals und längs der Speiseröhre; Verstand klar, Sinne ungestört; Zunge weißlich; einige Übelkeit, keine Kolik; die ersten Gifterscheinungen zeigten sich vorzüglich im lokomotorischen Apparat und insbesondere an den Untergliedern, die in beständiger Bewegung sind, namentlich während des Sitzens und beim Gehen; sie schlottern, was seinem Gang etwas Eigentümliches und Wankendes gibt; beim Schlucken sehr heftiger Schmerz hinten im Hals; außerordentliche Unruhe, Todesfurcht. ….

aus: E.A. Farrington – Klinische Materia Medica

 

2. Teil Semiotik – Westliche Pulsdiagnose

PulsdiagnostikPulsdiagnose stellte in den Praxen aller Homöopathen des 19. und beginnenden 20.Jahrhunderts das wichtigste diagnostische Werkzeug überhaupt dar – und somit ganz selbstverständlich eine wesentliche Hilfe zur Arzneidifferenzierung und Verlaufseinschätzung.

Somit liegt es nahe, dieses Werkzeug, das inzwischen aus dem medizinischen Alltag so gut wie verschwunden ist, genauer anzuschauen. Und das birgt Überraschungen: Es zeigt sich, dass die westliche Pulslehre an Raffinesse den östlichen Traditionen kaum nachsteht.

Sie erweist sich als eine hohe Kunst, die in diesen Tiefen heute kaum noch bekannt ist – und die in abgekürzter Form in den Händen der Homöopathen von großer ganzheitlicher Aussagekraft ist. Und – überraschenderweise erweist sich Hahnemann als fundierter Kenner

der westlichen Pulstradition in all ihren Schattierungen.

In diesem Workshop wollen wir einen Überblick zu diesem Thema erlangen und die wichtigsten – für die Arbeit mit dem Repertorium notwendigen – Pulsqualitäten erlernen und praktisch üben.

Ziel ist es, nach zwei Workshop-Nachmittagen in der Lage zu sein, diese Rubriken für Differentialdiagnosen anzuwenden – und gleichzeitig eine Ahnung zu bekommen, wie weit und wie tief dieses Thema reichen kann.

20. Mai 2017   9:00 – 17:00 Uhr

Anmeldeschluss

17. Mai 2017

Mehr Infos unter: Materia Medica Projekt Winterthur